Amokfahrt von Münster

Wir trauern um die Opfer der Amokfahrt von Münster und wünschen den Verletzten baldige Erholung und völlige Genesung. Es ist entsetzlich, wie auch in unserer Gesellschaft schleichend jegliche Hemmschwellen fallen und Menschen zu Taten in der Lage sind, die man nicht für möglich halten würde! Die Motive des Täters sind zwar noch unklar, aber es zeigt dennoch, daß Grenzen fallen und ein Abstumpfungsprozeß durch wachsende Gewalt und Terror stattfindet,
der bei extrem kranken Menschen dazu führen kann, selbst Dinge zu tun, die vorher unvorstellbar waren. Unsere Gesellschaft verliert zunehmend an Achtung, Empathie und Respekt vor den Mitmenschen.
Es ist wichtig die Zeichen der Zeit zu erkennen und dieser Entwicklung entgegen zu wirken. Wir bewegen uns immer weiter in eine Gesellschaft der Rücksichtslosigkeit, in der zunehmend nur noch die eigene Person zählt. Da sind leider solche Taten nur die extreme Spitze des Eisberges!
Wenn es uns nicht gelingt, dem entgegenzuwirken, wird unser Land immer weniger das Land sein, in dem wir gut und gerne leben.

Thomas Dietz - Pressesprecher KV Erzgebirge